Das Problem, das wir mit dem Projekt RFID-S88-Light auf Arduino-Basis 2016 hatten, war die begrenzte Rechenleistung der CS2. Sie musste aus 16-Bit-S88-Information eine Lok-Adresse berechnen. Die Memory-Programmierung der Zentrale war für diese Aufgabe eigentlich zu schwach und die Realisierung mit viel Arbeit verbunden.

Als nächste Schritte folgten die Auswertung der 16 S88-Bits in einem Rocrail-Makro, also außerhalb der Zentrale, die Verwendung des TAMS-RailCom-Protokolls, der direkte Einsatz an Z21 mithilfe des Loconet- oder des Z21-Ethernet-Protokolls. All das sind Lösungen, die funktionierten, aber alle mit gewissen Einschränkungen:

Weil die Märklin CSx kein RailCom unterstützt, gibt es keine CAN/Ethernet-Telegramme, welche die Weitergabe einer Lol-ID unterstützen. Deswegen ist ein PC mit einem Modellbahnprogramm notwendig, um Loknummern anzuzeigen.

Unsere Erfahrungen kann man hier oder hier nachlesen.

Das Märklin CAN2LAN-Protokoll bietet keine Möglichkeit, eine Zahl oder einen numerischen String zu importieren und als Lokbezug in die Ereignissteuerung aufzunehmen.

Im Telegramm 0x23 gibt es zwar zwei Bytes (12 und 13), die in der Protokollbeschreibung als „Zeit“ ausgewiesen werden. Die Möglichkeit, diese „Zeit“ in der Ereignissteuerung zu verwenden, fehlt allerdings. Sonst wäre das der ideale Platz gewesen, um die Lokadresse, die CRC oder sonstige Kennungen unterzubringen.

Wie kommt eine Fahrzeugkennung in die CS3?

Unabhängig davon, wie wir die Fahrzeugnummer technisch erkannt haben, mit RFID, BiDi, Barcode oder vielleicht auch mit anderen Methoden, senden wir der CS3 einfach eine Rückmeldung und zwar für jedes Fahrzeug eine individuelle Rückmeldung. Wir verwenden dazu dasselbe Prinzip wie bei den WLAN-Rückmeldern. Der Clou ist, dass eine Tabelle mit bekannten Fahrzeugen angelegt werden muss, in der festgelegt wird, welches Fahrzeug welchen Rückmelder auslöst.

In der erweiterten Ereignissteuerung der CS3 kann mit diesen Rückmelde-„Kontakten“ ein Lokbezug für den entsprechenden Gleisabschnitt aktiviert werden, und schon kann die CS3 die gerade aufgegleiste Lok mit einem bestehenden Ablauf für eine generische Lok („Dummy“) übernehmen.

Bei der Fahrzeugerkennung über bidirektionale Kommunikation haben wir noch eine Besonderheit: Der interne CS3-Gleisbooster produziert keinen s. g. Cut-Out im Gleissignal. Deswegen muss hier ein RailCom-fähiger Booster nachgeschaltet werden.

Lösung für RFID:

Ein Wemos D1 Mini wird mit einem RFID Leser verbunden und der Leser unter dem Gleis angebracht.

Die Tag-Tabelle kan bis zu 32 Tags enthalten, die die hier definierten Rückmelde-Kontakte auslösen.
In den oberen 6 Zeilen dieser Konfigurationsseite können Tags angewählt, hinzugefügt oder geändert werden.
Mit dem RFID Leser kann man die Tags auch löschen, formatieren oder beschreiben.

Es empfiehlt sich, eine CS3+ oder eine CS3 mit LinkS88 zu verwenden. Alle nicht benutzten Rückmelde-Kontakte können als Rückmelder für Fahrzeugkennungen verwendet werden.

Laufende Entwicklung! Noch keine Dokumentation wie Schaltplan, Stückliste und Firmware verfügbar.
Angefangen habe ich diese Entwicklung mit RFID, da viele meiner Fahrzeuge bereits mit Tags ausgerüstet waren.

September 2026

© 2026 Gerard Clemens